Der Juni – mit Bildern

Seit ziemlich genau einem Jahr lebe ich nun im beschaulichen Städtchen Hemau in der Oberpfalz. Und nun muss ich feststellen: Ich bin nicht die erste Hessin, die es in diesen Winkel Bayerns verschlagen hat. Tatsächlich findet sich nahe Hemau sogar ein Tümpel, der als ‚Hessenweiher’ bezeichnet wird. Und wer einen Blick in die Hemauer Stadtchronik aus dem Jahr 1861 wirft, kann die Legende nachlesen, die sich um den Weiher rankt.

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Sagenhafter Sonntag – Der Wagen der Frau Holle

Eine meiner liebsten Sagengestalten ist die Frau Holle. Denn hinter der Figur, die wir aus dem gleichnamigen Grimm-Märchen kennen, hinter der gestrengen Alten, die das fleißige Mädchen belohnt und das faule straft, steckt eine weitaus facettenreichere Persönlichkeit. Als alte Frau erscheint die Perchta, wie sie auch genannt genannt wird, ohnehin nur in den kalten Wintermonaten. Im Frühjahr trifft man sie als junges Mädchen und im Sommer als erwachsene Frau. Mal lebt sie in Bäumen und mal in tiefen Seen. Mit ihrem Spinnrad spinnt sie mit den Nornen die Schicksalsfäden. Und in den Rauhnächten fegt sie als Wintergöttin mit der Wilden Jagd durch die Nacht. Mein #sagenhaftersonntag widmet sich darum heute der Frau Holle mit einer kleinen, feinen Geschichte, die weit weniger bekannt ist, als die um Goldmarie und Pechmarie.

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Sagenhafter Sonntag – Die Steine im Regen

Nun, wo die ersten Sonnenstrahlen sogar unseren Krümel wieder nach draußen locken, freue ich mich darauf, wieder die Wälder der Umgebung unsicher zu machen. Besonders liebe ich die vielen kleinen und großen Flussläufe, die es hier in der Gegend gibt – vor allem die mit den großen Steinen, über die man so wunderbar klettern und springen kann (nasse Füße müssen eingeplant werden). Zu den großen Steinen im Fluss Regen gibt es sogar eine Geschichte, die ich euch an diesem sagenhaften Sonntag nicht vorenthalten möchte.

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Yuki-onna, die Schneefrau

Yuki-onna ist eine bekannte Gestalt aus der japanischen Mythologie. Sie tritt als Göttin des Winters oder auch als Dämonin des Schnees in Erscheinung. Auf Bildern wird sie als schöne Frau mit langem Haar und ganz in weiß gekleidet dargestellt. Sie schwebt über den Schnee, ohne Fußabdrücke zu hinterlassen. Yuki-onna ist den Menschen meist nicht wohl gesonnen, zeigt aber hin und wieder auch ihre sanfte Seite. Viele unheimliche Geschichten ranken sich um die Schneefrau. Eine davon sei heute nacherzählt.

DIe Geschichte zum Anhören…

…und zum selber Lesen:

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Sagenhafter Sonntag – Warum Elefanten nicht fliegen können

Nach einer indischen Sage

Die Geschichte zum Anhören…

…und zum selber Lesen:

Habt ihr bisher gedacht, dass Elefanten so große Ohren zum Temperaturausgleich haben? Das stimmt natürlich. Aber es ist nur die halbe Geschichte. Denn vor langer, langer Zeit, damals, als die Götter noch auf der Erde wandelten, nutzten die Elefanten ihre Ohren noch zu anderen Zwecken. Denn damals hatten die Elefanten nicht nur große Ohren, sondern auch wunderschöne, bunte Flügel. Diese Flügel trugen die Elefanten durch die Lüfte und die großen Ohren waren praktische Steuerruder. Abhramu, die Wolkenbinderin hatte die Elefanten mit Flügeln ausgestattet. Die Elefanten waren ihre Kinder, ihre Wolkenelefanten und sie sollten helfen, auf der Erde alles an seinen rechten Platz zu schaffen. Ihr glaubt mir nicht? So ein plumpes Tier wie ein Elefant kann doch niemals fliegen, sagt ihr? Schon gar nicht wolkengleich! Dann seht euch doch einmal einen Schmetterling aus der Nähe an. Ihr werdet feststellen, dass er einem Elefanten gar nicht so unähnlich ist. Er hat schließlich auch einen Rüssel! 

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