Kleiner Liebesbrief zum Geburtstag

Und wer bist du?“, fragt die Verkäuferin im Schuhgeschäft. „Ich bin ein ganz gewöhnlicher Typ,“ antwortest du. Ein gewöhnlicher Typ? Vielleicht. Aber nicht für mich. Denn für mich bist du der, der den Blumen einen guten Morgen wünscht und den Hummeln gut zuredet. Du bist der, der jeder Katze hinterherläuft und jedem Ball. Du bist der mit dem Schalk im Nacken und der Vorliebe für Kartoffelknödel. Du bist der, der mich morgens mit einem lauten „Mamaaaaaaa! Ich bin komplett ausgeschlaaafen!“ weckt und der sich abends mit Freundschaftsküsschen in die Welt der Träume verabschiedet. Du bist der, der mal Monstertruck-Fahrer werden will und auf Waldwegen geduldig jede Ameise vorbeilässt. Du bist der mit Freund Geist und Freund Dino, unseren unsichtbaren Begleitern in jeder Lebenslage. Du bist der, der sich nicht davon abbringen lässt, dass er vor seinem Auftauchen auf dieser Welt ein Astronaut im Weltall war und irgendwann zu den Sternen zurückkehrt. Du bist der, der uns lange gefehlt hat und der zu uns kam, als keiner mehr mit ihm gerechnet hat. Für mich bist du alles, außer – gewöhnlich.

Happy Birthday, mein großer kleiner Krümel!

Der Oktober in Bildern

Der Oktober. Mit Bildern. Mein Monat bebildert – das habe ich nun schon lange nicht mehr gemacht. Zuletzt im März. Seither war viel zu tun und die Wochen sind nur so verflogen. Wir sind umgezogen, ich habe viel gearbeitet, obwohl der Krümel erst seit Mitte September wieder in den Kindergarten geht. Das hat unglaublich viele Abende gekostet. Und Nerven. Die Augenringe haben Augenringe, aber es hat auch unglaublich viel Spaß gemacht. Denn nach den Lockdowns kamen die Ausstellungen, die zuvor abgesagt wurden. Und so konnte ich nun unter anderem für eine Ausstellung im Ostseestädtchen Barth die Sage um Vineta – das Atlantis der Ostsee – aufbereiten. Davon ein andermal mehr…

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Sagenhafter Sonntag – Die Steine im Regen

Nun, wo die ersten Sonnenstrahlen sogar unseren Krümel wieder nach draußen locken, freue ich mich darauf, wieder die Wälder der Umgebung unsicher zu machen. Besonders liebe ich die vielen kleinen und großen Flussläufe, die es hier in der Gegend gibt – vor allem die mit den großen Steinen, über die man so wunderbar klettern und springen kann (nasse Füße müssen eingeplant werden). Zu den großen Steinen im Fluss Regen gibt es sogar eine Geschichte, die ich euch an diesem sagenhaften Sonntag nicht vorenthalten möchte.

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Der Februar in Bildern

Zu dieser Zeit des Jahres kommt es mir ja immer ein klein wenig so vor als hätte die Natur einen Kater. Da hat sie sich an den Farben des Sommers berauscht, den Herbstnebel inhaliert und sich schließlich unter eine Decke aus Schnee verkrochen, um auszuruhen. Und nun liegt sie da. Grau matschig, langsam erwachend. Bis irgendwann die ersten Blüten zu entdecken sind, sie sich einmal kräftig schüttelt, alles gerade rückt und ein wenig frische Farbe bekommt. Und während es zu Beginn dieses Monats noch bitterkalt war, lässt sich nun der Frühling bereits erahnen.

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Der Trollstein

Nicht neu, aber nun auch zum Anhören: die Geschichte vom Trollstein.

Eine Fantasygeschichte für Kinder ab sechs Jahren.

Die Geschichte zum Anhören…

…Und zum selber lesen:

Ich weiß nicht, ob ihr schon einmal gehört habt, dass Trolle ausgesprochen wasserscheue Wesen sind. Dafür gibt es einen guten Grund, denn wenn ein Troll mit einer größeren Menge Wasser in Berührung kommt, erstarrt er kurzerhand zu Stein. Ihr solltet euch also nicht wundern, wenn ihr nach einem heftigen Regenschauer einen Waldspaziergang macht, euch für eine kleine Rast auf einen dicken Stein setzt und sich dieser plötzlich unter euch davon macht und ihr euch im Gras liegend wiederfindet. Ihr könnt euch vorstellen, dass so etwas für die Trolle sehr lästig ist. Ein kleiner Nieselregen ist noch nicht so schlimm, aber bei einem ordentlichen Herbstregen bleiben sie doch lieber in ihren Höhlen, zünden sich ein wärmendes Feuerchen an und erzählen Geschichten. Eine dieser Geschichten ist bei den kleinen neugierigen Trollkindern besonders beliebt, denn sie handelt von einem ebensolchen neugierigen kleinen Trollkind. Und diese Geschichte will ich euch nun erzählen, denn ich habe mir sagen lassen, dass auch Menschenkinder an trüben Regentagen gerne in ihren Häuserhöhlen bleiben und Geschichten hören.

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