Der Oktober in Bildern

Der Oktober. Mit Bildern. Mein Monat bebildert – das habe ich nun schon lange nicht mehr gemacht. Zuletzt im März. Seither war viel zu tun und die Wochen sind nur so verflogen. Wir sind umgezogen, ich habe viel gearbeitet, obwohl der Krümel erst seit Mitte September wieder in den Kindergarten geht. Das hat unglaublich viele Abende gekostet. Und Nerven. Die Augenringe haben Augenringe, aber es hat auch unglaublich viel Spaß gemacht. Denn nach den Lockdowns kamen die Ausstellungen, die zuvor abgesagt wurden. Und so konnte ich nun unter anderem für eine Ausstellung im Ostseestädtchen Barth die Sage um Vineta – das Atlantis der Ostsee – aufbereiten. Davon ein andermal mehr…

Was sonst noch so los war:

🍂Gemacht: Ich bin seit einer Ewigkeit einmal wieder ganz gezielt zum Fotografieren losgezogen. Dabei habe ich den Mann in die Tasche gesteckt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte ihn gerade am Smartphone als ich diesen hübschen Schmetterling auf Kamille entdeckte. „Oh, ein Schmetterling! Bleib mal kurz dran!“ Mit diesen Worten verschwand das Smartphone in der Jackentasche und das vorübergehende ältere Paar wunderte sich über die komische Frau mit dem Fotoapparat aus deren Tasche ein „Hallo? Hallo?! Bist du noch dran?!“ erklang. Oh! Und ich habe begonnen, den Hobbyfotografennachwuchs anzulernen. Aktuell sind die liebsten Motiv noch Füße und kunstvoll verschwommene undefinierbare Aufnahmen. Aber es wird.

🍂Gelernt: Was man unter geteilter Intentionalität versteht. Und dass nach einer prominenten Theorie die Fähigkeit zur geteilten Intentionalität das entscheidenden Merkmal sein könnte, das die Sprachentwicklung des Menschen ermöglichte. Oder anders ausgedrückt: Dass der Mensch zur Kooperationsbereitschaft neigt und schon sehr junge Kinder die Fähigkeit haben, gemeinsame Ziele zu setzen und zugleich die damit verbundenen individuellen Rollen und Perspektiven abzuschätzen, hat den Mensch zum Reden gebracht. Die Vorstellung von der Kooperationsbereitschaft finde ich so schön. Aber wenn ich dann Nachrichten schaue, frage ich mich, ob der Mensch tatsächlich über die dafür notwendige kognitive Infrastruktur verfügt…

🍂Geliebt: Tatsächlich habe ich nicht nur geliebt. Ich habe mich verliebt. In unseren neuen Hauswald. Ich gehe dem Rest der Familie wahnsinnig auf den Keks, weil ich beim Spazieren alle zwei Meter stehenbleibe und sage: „Ist das nicht schön?! Wie im Märchen!“ Und wenn sie wüssten, dass mir sogar schon der pathetische Gedanke „zum Sterben schön“ beim Anblick der bunten Bäume durch den Kopf geisterte, würden sie mich endgültig für verrückt erklären.

🍂Entdeckt: Die Bücher von Elizabeth Strout. Ich inhaliere sie quasi.

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